Das Mondfest wird auch Mittherbstfest genannt. Am 15. Tag des 8. Mondmonats nach dem chinesischen Kalender feiern die Asiaten das Mondfest. Der Mond an diesem Tag ist am größten. Alle Familien essen zusammen zum Abend und nach dem Abendessen wird man den Mond sowie Lorbeeren (im Herbst gibt es viele Lorbeeren.) betrachten und Mondkuchen essen. Im Altertum opferten die Leute im Herbst dem Mond, das ist auch der Ursprung des Mondfestes. Aber inzwischen ist der Feiertag zu einem Familiefest geworden.
Zum Mondfest gibt es viele Sagen. In allen Sagen gibt es in dem Mond die schöne Frau „Chang´é“, Ehefrau des mytischen Helden „Houyi“. Aus verschiedenen Gründen schluckte Chang´é eine Pille der Unsterblichkeit und schwebte daraufhin zum Mond. Sie ist Göttin des Mondes geworden und musste alleine in dem Mond wohnen bleiben. Jede Nacht vermisste sie ihren Ehemann Houyi. Deshalb ist das Mondfest auch das Fest von Chang´é, ein Fest der Sehnsucht.
Bei diesem Fest schenkt man Verwandten und Freunden Mondkuchen. Diese kleinen Kuchen können sowohl salzig als auch süß gefüllt sein. Je nach Lokalität, schmeckt der Mondkuchen anders. Es gibt den Guangdong Stil (sehr ölig, mit Obst oder Gemüse gefüllt), den Suzhou Stil (sehr süß, mit Bohnenbrei gefüllt), den Peking Stil (ein knuspriges Mittelding aus süß und salzig), sowie den Yunnan Stil (mit Wurst gefüllt).
Die Form des traditionellen Kuchen haben jedoch alle gemeinsam, er ist rund, genau wie der Mond. Doch ist er nur wenige Zentimeter groß.
Das Mondfest ist in diesem Jahr am 12.Sep.2011. Sind Sie zu dieser Zeit in China, probieren Sie doch einmal diese kleine Spezialität.