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China 2010 Reisebericht und Sprachschule in Peking - Frau Schumacher

Hallo!

Du überlegst, nach China zu reisen, um dort die Sprache zu lernen? Großartig! Ich war insgesamt 2 Monate in China, sowohl reisend als auch als Sprachschülerin, und es war tatsächlich einer meiner schönsten Auslandsaufenthalte jemals, obwohl ich “alleine” unterwegs war. Aber alleine ist man auch als allein Reisende nicht. Die Leute sind unglaublich offen und interessiert und versuchen einem, so gut es geht zu helfen, egal, ob man sich mit Worten verständigen kann oder nicht. Ich bin die ersten Wochen tatsächlich mehr mit Händen und Füßen durch gekommen (und einigen englsich sprechenden Chinesen natürlich), und das hat wunderbar geklappt.

Mein einziger “Fehler” war, dass ich aufgrund des Klimas von Süden nach Norden gereist bin, und so erst am Schluss meines Aufenthalts den Sprachkurs belegt habe, weil ich den unbedingt in Beijing machen wollte (da sprechen sie wohl das reinste Chinesisch). Ich hatte vorher schon etwas Unterricht in Deutschland genommen, war aber trotzdem vor Ort dann ganz schön aufgeschmissen (siehe unten). Das kann natürlich auch daran liegen, dass die Menschen im Süden mit sehr viel stärkerem Dialekt sprechen – ich werde es wohl erst bei meiner nächsten Reise ausprobieren können. Denn zurück will ich auf jeden Fall.

Schule
Aber erst ein mal zur Schule: Ich war nur 2 Wochen vor Ort und habe in der Zeit 14 Stunden / Woche Privatunterricht gehabt, was 4x3 h und freitags 2 h bedeutet.

3 Stunden Direktunterricht, ohne die Möglichkeit, sich mal kurz auszuruhen, weil jemand anderes gerade eine Lösung finden muss, ist ganz schön anstrengend! Ich war jeden Mittag komplett durch, und um mit dem Tempo meiner Lehrerin mitzukommen, musste ich nachmittags auch noch 2 h mindestens für Hausaufgaben und Vokabeln lernen einplanen. An Sightseeing war da nicht noch gross zu denken.

Aber das, was ich in der kurzen INTENSIVEN Zeit an Vokabeln und wichtigen Redewendungen, etc. gelernt habe, ist Gold wert! Wie sehr hätte ich das alles vorher während meiner Reise verwenden können! Und es hat auch trotz der Arbeit (man muss sich halt mal hinsetzen, nicht?) auch ziemlich viel Spass gemacht. Vor allem, wenn ich mich auf einmal mit dem Taxifahrer unterhalten konnte und die Leute, die mich beim Betreten des Restaurants begrüßt habe, auf plötzlich verstand – und entsprechend antworten konnte. Grossartig!

Hier Auszüge von Eindrücken, die ich meinen Freunden während der Reise geschickt habe. Die erste Woche meiner Reise war ich in Hongkong, was ich nicht als “richtiges China” bezeichne, weil dort 1. Kantonesisch gesprochen wird, und es auch sonst einen Sonderstatus hat. Also:
 
"RICHTIGES CHINA" Yunnan (Südwesten)
Tja... Das hier ist so ziemlich das Gegenteil von Hongkong, zumindest, was die Hygiene betrifft. (In Hongkong wurde in öffentlichen Gebäuden alle 2 Stunden alles desinfiziert). Ausserdem spricht hier so gut wie niemand englisch, und mein Chinesischkurs in Deutschland hat mir zwar beigebracht, wie ich ueber meine Familie und uebers Wetter spreche und und auf dem Markt handle, aber der Part mit den WIRKLICH WICHTIGEN AUSDRUECKEN wie Bus, Zug, Wann, Wohin, Bahnhof, etc. - der waere erst in den naechsten Lektionen dran gewesen. (Diese wichtigen Dinge habe ich dann alle in Beijing im Sprachkurs gelernt.)

Essen
Das Essen hier ist uebrigens meistens sehr lecker! Es gibt hier auf dem totalen Kontinent, 1000de Kilometer entfernt von jeglichen Meeren sogar frischen Fisch! Sogar schmuddelige Bahnhofsrestaurants haben Aquarien mit eigenen Fischen, die sie einem vor der Nase frisch und vor allem LECKER zubereiten. Ich probiere also munter alles, was mir zwischen die Zaehne kommt, und bisher bin ich damit ziemlich gut gefahren. An dem Tag, an dem ich gesehen habe, wie ein gerade frisch geschlachteter Hund ausgenommen wurde, habe ich allerdings vegetarisch gegessen. (Schlange esse ich natuerlich auch nicht, und vergorene Eier und Ameisen auch nicht.) Im Grossen und Ganzen ist das Essen hier naemlich ganz normal, nur viel besser als in unseren Chinarestaurants. Und Obst gibt es auch in Huelle und Fuelle, ausserdem gruener Tee, der nachgefuellt wird, bis einem die Blase platzt.

Altstadt und mehr
Ich war auch in Lijiang und Shengrila, das ist im Nordwesten von Yunnan, und Shengrila liegt in den Bergen an der Grenze zu Tibet und ist entsprechend kalt. Was mich aber sehr amuesiert hat, war die Tatsache, dass die Altstadt (Old Town) von Shengrila gerade gebaut wird.
Hier wird naemlich alles kopiert und so gemacht, wie die Chinesen glauben, dass es den Westlern gefaellt. Also bauen sie komplette Altstadtkerne in Doerfer, die sie zu Touristenzentren erkoren haben. Einige Strassenzuege in Shengrila sind schon fertig, und sie sind auch wirklich gemuetlich. Geht man aber um die Ecke, so stoesst man auf Kraene und Bagger, die dafuer sorgen, aus noch mehr Strassen einen richtigen "Altstadtkern" zu machen.


Die Chinesen sind da auch sehr geschickt, und je nach Ort geben sie sich echt Muehe, dass das alles zusammengewuerfelt aussieht. Kopfsteinpflaster ist ein Muss, klar, und ausserdem bekommt jedes Haus ein eigenes in den Putz geritztes "Steinmuster", das dann mehr oder minder ausgearbeitet wird, bis es dann wirklich aussieht, als waere 1. dieses Haus massiv, und 2. stuende es schon ueber hunderte von Jahren hier.
 
"made in China"
Massiv ist hier naemlich nur sehr wenig, und eine der grossen Themen in der Zeitung ist auch, dass chinesische Haeuser im Vergleich zu denen in Europa und den USA nur sehr kurz halten (ca. 25 Jahre, dann sind sie so marode, dass sie abgerissen werden muessen). Baupfusch (zu wenig Stahl im Beton, etc.), verringert das dann noch einmal, aber das scheint dem Immobilienmarkt hier nichts abzutun. Der boomt weiter, und Appartments hier gehen trotz der kurzen Halbwertszeit der Gebaeude fuer mehrere Millionen ueber den Tisch.


Auch die Klamotten, die ich mir hier nach und nach zusammenkaufe, und die natuerlich alle billig, also "fake" sind, fallen gerne mal auseinander (d.h., die Naehte gehen auf, Knoepfe fallen ab). Ich habe mir jetzt ein Naehset gekauft, denn wenn die Schwachstellen erst mal alle "nachgebessert" sind, sind die Klamotten top. :-)
 
"the chinese flexibility"
Die Chinesen haben einen eigenen Ausdruck fuer diesen "Produktionspfusch", den man positiv uebersetzen koennte mit "neue, eigene Wege finden, um etwas zu produzieren, fertig zu machen". In der Beziehung sind sie super flexibel und kreativ!


Mein Lieblingsobjekt in Sachen "neue, eigene Wege finden" ist eine "allgemeine Ladestation fuer Batterien". Kennt Ihr das Problem: Man ist unterwegs, die Batterie vom Handy gibt gleich auf, aber man findet trotz lauter helfender Menschen kein passendes Ladegeraet? Das wird Euch bei mir nicht mehr passieren! Mein Ladegeraet laedt absolut ALLE Batterien, und zwar durch einen ganz einfachen Trick: Die zwei Kontaktdraehte, durch die die Batterie geladen wird, kann man verstellen un so jeder Form anpassen! Genial! Das ganze kostet 10 Yuan (knapp 1 Euro), und ich nehme gerne Bestellungen zum Mitbringen an :-)
 
Verkehr
Ein weiteres Detail, das ich hier echt praktisch finde, sind die Zeitanzeigen neben den Ampeln: Neben jeder Ampel ist eine Digitalanzeige, die in der jeweiligen Ampelfarbe (gruen oder rot) die Sekunden rueckwaerts zaehlt, bis die Ampelfarbe wechselt. So weiss man als Fussgaenger, ob man sich beeilen soll, und als Autofahrer, wann es wieder weiter geht.


Auch das oeffentliche Verkehrssystem ist ziemlich gut. Busse und Metros fahren im 2-5-Minutentakt, und statt Tickets gibt es eine Magnetkarte, die man vorher mit einem Betrag x auflaedt. In Shanghai kann man mit der Magnetkarte sogar Taxis und auch Kleinigkeiten in einigen Kiosken bezahlen. Man muss die Karte jeweils beim Reingehen und beim Rauskommen an eine Kontaktstelle halten, und so zieht sie automatisch auch nur den Betrag ab, den man tatsaechlich gefahren ist. Superpraktisch! Das haette ich auch gerne in Deutschland.


Ansonsten ist Bus- und Metrofahren jedes Mal ein kleiner Kampf. Spaetestens in Shanghai habe auch ich begriffen, dass es in China vor allem unglaublich viele Menschen gibt, die alles verstopfen: Busse, Strassen, Fahrstuehle und die Metro. Egal, wie voll ein Gefaehrt ist, es koennen sich immer noch ein paar mehr Menschen dazuquetschen. Wer das nicht mitmacht, hat verloren, denn die naechste Metro, Bus, etc. wird sicher nicht leerer sein.


Nur bei Fahrstuehlen funktioniert das nicht. Wenn die ein gewisses Gewicht erreicht haben, halten die einfach nicht mehr an und nehmen niemanden mehr auf. So stehe ich manchmal wartend im Erdgeschoss und verfluche die Autofahrer, die aus der Tiefgarage an mir vorbei nach oben sausen. (Ich selbst muss in den 22. Stock, da kann ich Laufen auch vergessen.)


Auf dem Land sind die Strassen nicht ganz so verstopft, aber das macht den Verkehr nicht ungefaehrlicher. Die Hupe wird hier staendig benutzt, und zwar vor allem, wenn man auf kurvigen, schmalen Strassen ueberholen will. Durchgezogene Linien gibt es, sie werden aber ueberhaupt nicht beachtet. Manche Leute fahren auf diesen kurvigen Strassen durchweg den "kuerzesten" Weg, d.h., wie bei der Formel 1 quer ueber die Bahnen, immer am inneren Rand einer Kurve. So faehrt man staendig direkt auf entgegenkommende Fahrzeuge zu (egal, ob man auf "seiner" oder eben der entgegenkommenden Spur ist), und oftmals ist es ganz schoen knapp. Ich denke mir in diesen Momenten dann: Der Fahrer wird schon wissen,was er macht. Es bleibt mir aber auch nichts anderes uebrig.


Nur ein Mal war ich wirklich beunruhigt: Ich sass ganz vorne in einem Ueberlandbus, wir fuhren in einen Tunnel hinein, in dem es keine Lichter gibt (normalerweise sind Tunnel beleuchtet. Nur der hatte eben keine). Beim Reinfahren merke ich, dass unser Bus selbst auch keine Lichter an hat. Es wird also pechschwarz um uns rum, und der Busfahrer?! - haelt an und sucht mit der Taschenlampe den Lichtschalter! Ich weiss nicht, was fuer einen Praktikanten die uns da hingesetzt haben (die Busfahrt hat auch doppelt so lange gedauert, wie sie eigentlich haette dauern sollen)! Auf alle Faelle waren die anderen Mitfahrer genauso beunruhigt, denn es kam sofort jemand von hinten nach vorne gestuerzt und hat ihm, ebenfalls mit einer Taschenlampe bewaffnet, geholfen, den Lichtschalter fuer den Bus zu finden. Und dann fuhren wir weiter, und ich kam mit 4 h Verspaetung irgendwann auch an meinem Ziel an.


Shanghai + Beijing
Shanghai ist aehnlich wie Hongkong (also vom Geld regiert, voller Malls und mit sehr viel internationalem, also auch europäischem Einfluss. Ordentliche Cappuccino, Pizza und Co. sind hier überhaupt kein Problem.), nur nicht ganz so krass, und es hat sehr schoene Ecken (besonders das ehemalige franzoesische Viertel). Die Frauen sind super gestylt und tragen grundsaetzlich Stoeckelschuhe. Ich kam mir dort ziemlich underdressed vor, und wollte unbedingt meine ausgetretenen Turnschuhe gegen "angemessene" Stilettos auswechseln, aber: Keine Chance! Die Groessen fuer Damenschuhe enden bei MAXIMAL 38, und ich habe eben Schuhgroesse 39.


Beijing ist zum Glueck entspannter, und hier tragen viele Turnschuhe, und gute Cafés gibt es heir genau so. Ansonsten ist Beijing einfach nur riesig gross, und es dauert ewig, um von A nach B zu kommen. Ich wohne am westlichen Rand des "Zentrums", 3 Busstops von der naechsten Metrohaltestelle entfernt in einem riesigen Hochhaus-Apartment-Komplex direkt gegenueber von einem Park. Auf den ersten Blick ist das Haus einfach nur haesslich und auch nicht wirklich zentral. (9 Busstationen zu meiner Sprachschule im Stadtzentrum bedeuten je nach Vekehr 20-40 Minuten Busfahren PLUS 2-10 Minuten Fahrstuhl fahren bzw auf ihn warten - auch je nach Verkehr).


Auf den zweiten Blick ist das Haus aber ziemlich cool. Es ist ueber Busse mit der ganzen Stadt verbunden, trotzdem ist die Lage ruhig, und IM Haus sind ein Supermarkt, ein Massagesalon und ein Yogastudio!


Das nächste Mal würde ich trotzdem versuchen, etwas in einem Hutong zu finden. Das ist 1. Zentraler und 2. auch noch etwas authentischer. Die Hutong sind die alten Gebäude in Beijing, die da waren, bevor die Hochhauskomplexe kamen.


“Gefunden” habe ich mein Zimmer übrigens über thebeijinger.com. Das ist eine Art Beijing-Craighslist, und zwar komplett auf englisch. Der Vorteil: Man spart sich die Kosten der Agentur und kann sich auf englisch verständigen.


Der Nachteil: Ich rede mit meiner chinesischen Mitbewohnerin auch hauptsächlich englisch, und eben nicht chinesisch. So gesehen ware ein Aufenthalt in einer “echten chinesischen” Familie für meine Sprachkenntnisse sicher effektiver gewesen.


Direkt gegenüber von meinem neuen Beijinger Heim ist der Chaoyang-Park. Er kostest 5 Yuan Eintritt und bietet alles, was das Herz begehrt: Ein Schwimmbad, ein Sony SCIENCE CENTER (nein! ausnahmsweise mal KEIN Style Store :-)), lustige Geraete zum Sport treiben, Fussballplaetze, Tischtennisplatten, Karusells, etc, etc. Ich war inzwischen 2 Mal Joggen, einmal morgens um 7 (er macht um 6 Uhr auf) und einmal abends um 9 (er macht um 10 Uhr zu), und IMMER war er voller Leute, vor allem alter Leute!

Alte Menschen
Alt werden ist hier naemlich so eine Sache. Das Einzige, was in China "kommunistisch" ist, ist das 1-Parteien-System. Ansonsten regiert hier das Geld. Weil es hier keine bzw. nur eine total ungenuegende soziale Absicherung gibt, sparen die Leute wie verrueckt, um sich ihren Ruhestand leisten zu koennen. Alte Menschen in Beijing, haben Experten ausgerechnet, brauchen so bis zu 10 Millionen Yuan (10 Yuan ca. 1 Euro), um die durchschnittlich 25 Jahre Rente finanzieren zu koennen. Die Jungen stehen enorm unter Druck, weil sie traditionell in die Pflicht genommen werden und fuer ihre Eltern sorgen muessen; und durch die 1-Kind-Politik ist da auch nicht viel mit Lasten auf mehreren Schultern verteilen und so. Aber was machen die Alten? Sie halten sich fit und haengen den ganzen Tag gemeinsam in den Parks ab! Morgens sind Tai Chi und Ping Pong angesagt, abends Laufen (ohne Stoecke, dafuer aber mit in die Haende klatschen. Das ist gut fuer den Kreislauf), Tanzen und diese lustigen Sportgeraete in den Parks benutzen. Dazwischen lassen sie Drachen steigen (das soll gut fuer die Wirbelsaeule sein) oder spielen, und zwar am liebsten um Geld.


Und so könnte ich weiter und weiter erzählen. Das waren jetzt einige Eindrücke aus den 2 Monaten. Es gibt natürlich noch viel mehr, aber wenn es Euch Lust auf mehr gemacht hat: Fahrt selbst hin und schaut, was Ihr erlebt. Es wird auf alle Fälle spannend werden!


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