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Von Mägen und Menschen - Maria Schönfeld
Ich habe eine Reise in die Weite eines Landes unternommen, welches wohl der westlichen Kultur nicht fremder sein kann. China ist speziell, atemberaubend, unbekannt, befindet sich noch in der Entwicklung und hat ebenso eine lange Geschichte hinter sich. Warum China? Warum Hangzhou? Viele meiner Freunde, Verwandten, Bekannten haben mich dies gefragt. Mehrmals, weil ich keine Antwort darauf wusste. Die Kultur, Sprache, Vielfalt und die Menschen (die ich bisher nur aus dem Fernsehen, Internet oder aus dem Chinarestaurant kannte) des Landes haben mich inspiriert und begeistert. Daher entschloss ich mich nach dem kürzlich bestandenem Abitur zu einem Praktikum im Land der Mitte. Ich habe mich auf keine Stadt festgelegt. Natürlich waren mir Beijing und Shanghai durch die Präsenz in den westlichen Medien bekannter, aber als das Angebot aus Hangzhou kam, habe ich sofort zugesagt. Und ich sollte dies nicht bereuen! Ich kam ohne Erwartungen und Vorurteile hierher, nur mit dem Wissen aus Wikipedia und mit einem Chinesisch-Deutsch-Wörterbuch im Gepäck.
 
Als ich chinesischen Boden betrat, prasselten 1000 Eindrücke auf mich ein. Eigentlich konnte ich gar nichts davon verarbeiten. Erst später und im Laufe der Zeit realisiere ich die Dinge und Unterschiede zu Deutschland. Die phänominalen Bauten – neue sowie auch alte - , die hiesigen Gewohnheiten der Menschen, natürlich das Essen und nicht zuletzt die Einwohner Hangzhous selbst; alles ist neu und interessant. Man muss eigentlich nach der Ankunft erst einmal auf den Boden der Tatsachen zurückkommen und sich in das Alltagsleben eingliedern. Ich habe es ruhig angehen lassen.
 
Meine erste Woche hier verbrachte ich im Büro von Chinadelightours, freundete mich mit ein paar Kollegen an und gewöhnte mich an das Essen der Kantine. Obwohl ich anmerken muss, dass dies doch, verglichen mit der Küche der Straßenlokale und Restaurants, doch recht bodenständig ist. Man sieht (oder schmeckt) hier keinen Hund oder Affen. Die ersten Arbeitstage verflogen und das kommende Wochenende stand dann ganz im Zeichen der Erkundungen Hangzhous. Ich lief mir dummerweise schon am ersten Freitagabend die Füße wund, setzte aber dann meine Spaziergaenge am Samstag und Sonntag doch fort. Ich wollte einfach alles aufsaugen, nichts verpassen. Irgendwie typisch touristisch! Irgendwann begriff ich, dass ich hier doch 7 Monate Zeit habe und wohl alle Sehenswüdigkeiten früher oder später zu Gesicht bekomme. Am Samstagabend lernte ich auf der Straße schon einen Einheimischen kennen. Man wird als Ausländer hier doch nicht ganz übersehen, obwohl ich größenmäßig nicht auffalle, da hier alle Frauen etwa 1,60m groß sind. Aber die Haare machen wohl den Unterschied. Die Leute drehen sich nach einem ständig um und starren manchmal. Aber wenige trauen sich etwas zu sagen. Daher war ich doch recht überrascht, als mich der junge Mann, der mit mir an der Ampel wartete, fragte, woher ich komme. Dies waren seine ersten Worte und sie endeten dann schließlich in einem gemeinsamen Abend am Xihu, dem berühmten Westsee. Ich bin imemr froh Kontakte knüpfen zu können und mir kam auch die Besichtigung des Sees sehr entgegen. Der Blick auf die Idylle und die Natur um den See herum ist fantastisch! Leider hatten wir nicht viel Zeit, um den riesigen See zu umrunden, aber wir spazierten immerhin entlang des nördlichen Ufers und ich genoss meinen ersten Besuch an dem sagenumwogenen Ort. Um den See befinden sich zwar viele Clubs und Restaurants, aber wenn man die schönen Wasserspiele mit den bunt beleuchteten Fontänen sieht, dann vergisst man schnell den ganzen Trubel. Leider wurde es schnell dunkel und meine Beine machten verständlicherweise nicht mehr mit, daher ging es in einem der vergleichsweise billigen Taxis (ca. 2 Euro für die 4 gefahrenen km) ab nach Hause. Den Xihu, als das Wahrzeichen der Stadt, werde ich immer und immer wieder besuchen und hier mal einen mehr, mal weniger ausführlichen Bericht hinterlassen.

Hangzhou ist eben eine Stadt für sich, nicht zu vergleichen mit anderen Städten in Deutschland. Das Alltagsleben ist turbulent; das Nachtleben übrigens auch. Wo man bei uns unter der Woche um 10 Uhr abends auf den Straßen kaum eine Menschenseele antrifft, setzt sich Hangzhous Leben fort. Eigentlich beginnt und endet der Tag bzw. die Nacht der Einheimischen nie. Wenn ich morgens um 7 Uhr aus meinem Appartmentfenster schaue, arbeiten die Menschen schon, und wenn ich abends um 11 zu Bett gehe, dann werden erst einige Straßenstände aufgebaut, an denen man billig kleine und typische Snacks, die Dian Xin (oder besser bekannt als Dim Sum) bekommt. Da wären Kekse, gefüllte Teigtaschen, Baozi, Sesambällchen und vieles vieles mehr. Ah ja, und sowas wie einen arbeitsfreien Sonntag oder Ladenschlusszeiten kennt man hier auch nicht. Dies kommt mir aber ganz entgegen. Eintönigkeit ist ein Fremdwort. Ein Shoppingausflug in den nächstgelegenen Supermarkt oder einfach mal entspannt ein Buch in der Buchhandlung lesen vertreibt die Langeweile. Dazu muss gesagt werden, dass in den Buchhandlungen stundenlanges Lesen erlaubt ist, vielleicht erwünscht. Es werden von den Betreibern extra Sitzkissen zur Verfügung gestellt, damit die Kunden nicht auf dem kalten Boden sitzen müssen, da die Sitzplätze rar und bei der Vielzahl an Menschen selbstverständlich immer besetzt sind. Die englischsprachigen Romane und Lehrbücher sind natürlich teuerer, und warum eins kaufen, wenn ich in 10 Minuten den nächsten Buchladen erreichen kann. Fast rund um die Uhr. Ist dazu auch noch ein super Ort, um mit Leuten ins Gespräch zu kommen. Aber ich wollte natürlich nicht den ganzen lieben Tag in der Buchhandlung Chinesisch lernen (bringt Kopfschmerzen ein und man sieht so von der Stadt nicht viel), deshalb habe ich mich in den Straßen nach anderen typischen Läden und Orten umgeschaut. Gefunden habe ich nichts, aber mir sind die Unterschiede zu den deutschen Menschen aufgefallen. Die schönen Chinesinnen, wie sie sich die Deutschen vorstellen, unterscheiden sich voneinander genauso sehr, wie die deutschen Frauen. Es gibt die Punks, die Arbeiterfrauen, sowie die chicen Ladies. Aber durch alle Gesellschaftsschichten hindurch ist mir eines aufgefallen. Viele tragen Sonnenschirme bei sich, um sich vor der sengenden Augustsonne zu schützen. Nicht, weil es wirklich heiß wäre, sondern weil sie ihre helle Haut nicht schädigen wollen. Blass sein ist immer noch ein Schönheitsideal. Einst versteckten sich auch die westlichen Vornehmen unter langen Kleidern und Schirmen vor den Strahlen der Sonne, aber bei uns Europäern hat sich das Bild gewandelt. Schön gebräunt sein gilt als modisch. Chinesinnen hingegen ziehen sich sogar bei unterträglicher Hitze auf dem Fahhrad lange Kleinung und Mützen mit einem Schirm, der das Gesicht bedecken soll (eine Art Motorradhelm), an. Naja, es heißt auch „Wer schön sein will, muss leiden.“

Aber besonders die Männer ziehen teilweise meine Blicke auf sich. Nicht, weil sie Männer sind, sondern weil es Mode zu sein scheint, als Mann eine Damenhandtasche tragen zu müssen. Egal, ob Businessmann, Student, jung oder schon in den Jahren – sie alle sind mir schon über den Weg gelaufen; mit einer chicen Damenhandtasche um die Schulter gehängt. Man sagte mir, dass es keinesfalls Trend sei, und dass Sie vielleicht einfach nur die Tasche der Freundin hinterhertragen. Möglich. Aber dann ist die Freundin wohl schon Meilen voraus in das nächste Shoppingcenter geeilt. So verwunderlich es in meinen europäischen Augen ist, so normal nehmen es die chinesischen Frauen auf. Man(n) geht eben auch mit der Mode der Zeit.

Dann wäre da noch ein weitreichendes Thema: Das Essen. Für seine Küche ist China weltbekannt und wohl dadurch ist China auch in Deutschland berühmt geworden. Wer kennt nicht den Chinesen um die Ecke! Oder war das ein Vietnamese oder Thailänder? Kurz gesagt. Das deutsch-chinesische Essen ist bei weitem nicht immer chinesisch und bei weitem nicht so vielfältig. Einige meiner Freunde meinten, ich würde hier Heuschrecken, Schlangen, Skorpione, Hunde essen. Nicht ganz! Eher Rindermagen, kleine Schnecken, Frösche, die berüchtigten „tausendjährigen Eier“ und andere „außergewöhnliche“ Speisen. Ich habe ein Sprichwort gehört, das besagt“ In China isst man alles, was vier Beine hat, außer Tisch und Stuhl.“ Und irgendwie trifft dies zu. Aber es schmeckt. Auch wenn zum Beispiel eingelegte Eier und Schnecken in Zukunft nicht auf meiner Speisekarte stehen werden. In China ist alles, und mehr zu haben! Ich vermisse nichts! Und sollten einige der Meinung sein, hier fehle es an Butter und Brot, muss ich diejenigen eines Besseren belehren. Es gibt überall französische Bäckereien, mit einer Vielfalt an Brotsorten, Gebäck, Kuchen und Torten. Allerdings ist das Brot teuerer, als die chnesischen kleinen Broetchen, die genauso gut schmecken und überall zu haben sind. Fazit: Auch Chinesen kennen Brot, nur ist es eben anders. Das Thema Essen wird sicherlich noch öfter eine Rolle in meinem Reisetagebuch spielen, deshalb zu Anfang nur die prägendsten Eindrücke.

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