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Ausflug zum Welterbe Wuyi Berg
Vor etwa zwei Wochen bot sich mir die Möglichkeit, neben der Paradiesstadt Hangzhou auch noch etwas mehr von China kennenzulernen, da unsere Firma einen Wochenendausflug organisierte. Es sollte in die Nachbarprovinz Fujian, genauer gesagt nach Wuyishan gehen. Da ich diesen Ort noch nie gehört oder als Bestandteil einer typischen Chinareise wahrgenommen habe, dachte ich mir zunächst, dass es wohl eine eher ruhige, weniger bekannte Touristenattraktion sei, doch dazu später mehr. Am Freitagabend nach einem verfrühten Feierabend gegen 16 Uhr traten wir, das heißt 25 chinesische Kolleginnen und Kollegen, sowie die drei Praktikanten aus Frankreich bzw. ich aus Deutschland, unsere sechsstündige Busreise an.
 
Nach einem spartanischen Abendessen an einer typisch chinesischen Raststätte, die übrigens genauso überteuert ist wie in Deutschland, schlug das Wetter plötzlich um und heftiger Regen sollte ab diesem Zeitpunkt unser ständiger Begleiter für die nächsten zwei Tage sein. Im etwas in die Jahre gekommenen Wuyi Tea Hotel trafen wir am späten Abend schließlich unseren örtlichen (chinesischsprachigen) Reiseleiter, der mit uns das Programm für den nächsten Tag besprach. Nach einer langen und ermüdenden Anreise fielen wir wir dann alle schließlich gegen Mitternacht ins Bett. Allerdings dauerte die Nacht nur kurz, denn das Programm war vollgepackt bis obenhin, sodass der Wecker bereits sechs Stunden später wieder klingelte.
 
Nach einem typisch chinesischen Frühstück, das sich aus Reissuppe, Dampfbrötchen, sowie verschiedenen Keksen und kalten Gemüsespeisen zusammensetzte, war der Blick nach draußen nicht gerade vielversprechend, da es immer noch in Strömen regnete. Auf den Wuyi-Berg wollten wir natürlich trotzdem alle und so deckten wir uns mit Einmal-Regenponchos und Regenschirmen ein, sodass wir jedem Wetter trotzen konnten. Naja, dann wird wohl am Berg wenigstens nicht viel los sein, dachte ich mir nur so nebenbei. Doch bereits bei Ankunft auf dem Vorplatz des Eingangs zum Landschaftspark Wuyishan wurde ich eines besseren belehrt und es hatten wohl noch mehrere, ausschließlich chinesische Touristen diese Idee. Nach einer gemütlichen Fahrt mit der Panoramabahn und einem kurzen Fußmarsch von wenigen hundert Metern, erreichten wir schließlich den Fuß des Berges und waren zum einen vom Ausmaß des Berges aber gleichzeitig auch von den Massen an chinesischen Touristen überwältigt. Den ganzen Weg zum Gipfel konnte man generell nur im Schritttempo abslovieren und nach wenigen Metern kam es regelmäßig zu Stockungen, wobei nichts mehr vor- oder rückwärts ging. Es hatte schon eine gewisse Ähnlichkeit einer Massenwanderung, wie sie beispielsweise auf einer Pilgerreise vorkommt. Wir drei Europäer sind ohnehin sofort aufgefallen, wobei wir durch das Regencape oder den Regenschirm vielleicht den ein oder anderen Blicken entgehen konnten, die wir sonst immer zu genüge auf uns ziehen.        
 
Der Aufstieg war aber dennoch ein wahres Erlebnis und wir wurden mit wunderschönen Landschaftsaufnahmen belohnt. Durch den Regen wirken die Berge noch dramatischer, da sich dadurch vereinzelt Nebelschwaden an den Berghängen halten und fast schon einem chinesischen Tuschebild ähneln. Oben angekommen, hörte auch endlich der Regen für einige Zeit auf und wir konnten nach einer kurzen Verschnaufpause trockenen Fußes den Parkpatz erreichen.
 
Frisch gestärkt sollte es nach dem Mittagessen ursprünglich mit einer Floßfahrt weitergehen, was aber aufgrund der heftigen Regenfälle der letzten Tage und der daraus resultierenden starken Strömung leider nicht möglich war. Also wurde kurzerhand umgeplant und unser Programm für Sonntag auf den Samstagnachmittag vorgezogen, mit der Hoffnung, dass die Strömung am Sonntag nicht mehr so stark sein wird. Also machten wir uns auf den Weg zur Wasservorhangshöhle (Shuǐlián Dòng水帘洞), die bekannt für ihre Wasserfälle und idyllische Naturlandschaft ist. In der Tat wirkte die Wanderung durch das nebelverhangene Tal wie eine Reise in einen Märchenwald, mit all der üppigen Bepflanzung, den rauschenden Bächen und singenden Tierstimmen. Das Highlight dieses Landschftsparks war die über 100 Meter hohe Felswand, von der ein Wasserfall, der einem Wasservorhang ähneln sollte, herunterstürzte. Allerdings führt der oberhalb liegende Fluss im Sommer relativ wenig Wasser, was ihn dadurch eher wie ein Siedenfaden, der sanft in die Tiefe prasselt, wirken lässt. Bei genauerer Betrachtung der Felswände konnte man auf diesen auch zahlreiche Kalligraphien und chinesische Zeichnungen zu erkennen, die allesamt sehr beeindruckend waren. Zum Glück hat jetzt auch das Wetter wieder mitgespielt und wir konnten weitestgehend im Trockenen die zweite Tageshäfte bestreiten. 
    
Vorbei an Flussläufen, spektakulären Felsformationen und Teeplantagen, erreichten wir nach gut zwei Stunden wieder den Parkplatz, von wo uns der Bus zurück zum Hotel, sowie dem wohlverdienten Abendessen brachte. Am nächsten Morgen hieß es wieder früh aufstehen, da wir noch einiges auf dem Programm hatten, aber auch gleichzeitig die lange Rückfahrt mit einrechnen mussten, damit wir nicht allzu spät wieder in Hangzhou eintreffen würden. Doch gleich am Frühstückstisch überbrachte unser Reiseleiter die Hiobsbotschaft, mit der die meisten zwar schon gerechnet haben, aber sie keiner so richtig wahr haben wollte: Die Strömung war immer noch zu stark und somit war auch am Sonntag keine Floßfahrt möglich, allerdings versicherte uns der Reiseleiter eine angemessene Alternative bieten zu können. Also stiegen wir in den Bus und erreichten nach einer einstündigen und kurvenreichen Fahrt das Huanggangshan Tal. Ein wahrer Geheimtipp, wie sich herausstellte, denn wir begegneten kaum anderen Touristen. Ein Bach, der zwischen reißend und friedlich fließend alle paar Meter wechselt, schlängelt sich durch das gesamte Tal und passt sich sehr harmonisch in die umgebende Wald- und Hügellandschaft ein. Auch seine Farben variieren je nach Lichteinstrahlung zwischen jadegrün bis leicht bläulich, wobei an den Stromschnelle die Gischtwogen am beeindruckendsten wirken. 
  
Nach einer gemütlichen Wanderung von etwa zwei Stunden entlang des Tals, wartete bereits der Bus auf uns, der uns nach einem leckeren Mittagessen zurück im Hotel, nach einer langen siebenstündigen Busfahrt wieder zurück in Hangzhou ablieferte. Zusammenfassend kann man sagen, dass der Ausflug ein ausgezeichnetes Kontrastprogramm bot, zum einen die Hektik und Menschenmassen am Wuyi-Berg, zum anderen die Ruhe und Naturidylle im Huanggangshan Tal und trotzdem waren alle Programmpunkte absolut sehenswert. Insgesamt betrachtet, empfanden alle Kollegen inklusive mir, dass es trotz des bescheidenen Wetters auf jeden Fall ein gelungener Ausflug war und noch gerne weitere folgen können.
 
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