Es gibt hier wohl kaum etwas, was man nicht finden wird. Ob Seidentücher, Fächer, Porzellankunstwerke oder Kleidung und Schmuck der chinessichen Minoritäten, in all dem Gewusel ist sicher für jeden etwas dabei. Man sollte sich nur Zeit nehmen um auch alle versteckten Lädchen und Ecken in der Altstadt Hangzhous zu finden.
Auch ein Foto vor dem grossen Goldenen Buddha am Ende der Strasse ist vielleicht eine nette Erinnerung. Hierbei sollte man jedoch beachten, dass die Chinesen fest davon überzeugt sind, das es jungen Paaren bald reichen Kindersegen bescheren wird, wenn sie die Figur berühren. Also aufgepasst!
Wen während des Rundgangs der grosse Hunger überfällt, der kann sich gerne auf die kleine Imbissgasse wagen, die von der Qinghefang abzweigt. Doch wenn man hier tatsächlich etwas essen möchte, sollte man auf so manches vorbereitet sein, denn hier gibt es tatsächlich alle chinessischen Köstlichkeiten, die man sich nur ausmalen kann und dazu gehören nun einmal auch Schweine und Hühnerfüsse ebenso wie Entenköpfe und Schlangen. Aber es finden sich auch weniger exotische Leckereien, wie eingebackene Bananen oder schmackhafte Teigtaschen.
Schon allein den Anblick dieser verschiedenen Gerichte sollte man sich nicht entgehen lassen, auch wenn man dann doch nicht alles kosten moechte.
Wer in all dem Gewimmel einen Moment zur Ruhe kommen will, ist in der Huqingtang Apotheke gut aufgehoben. Die 1874 eingerichtete tradtitionelle chinesische Apotheke liegt zwischen Geschäften und antiken Gebäuden und ist bei einem Spaziergang durch die Qinghefang Gasse nicht zu übersehen. Wenn man den kühlen, schattigen Wendelgang um den Verkaufsraum der Apothke betritt kann man bereits erahnen, wieviel Wert die Einheimischen auf ihre tradtitionelle Medizin legen und wie hoch sie sie schätzen. Dieser Eindruck bestätigt sich, sobald man die Räume der Apotheke betreten hat. Auch wenn die meisten der heilbringenden Kräuter oder Tiere uns unbekannt sein mögen, so machen doch allein die sorgfältige Ausstellung der Heilmittel und ihre teilweise horrenden Preise klar, wie wertvoll sie sind. Einen Besuch sollte man sich also nicht entgehen lassen um einen Eindruck von der tradtitionellen chinesischen Medizin zu gewinnen!
Wenn man genug von dem historischen Gässchen hat, so bietet sich im Anschluss ein Besuch des Blumen- und Tiermarkts an. Während sich hier im Erdgeschoss alle nur erdenklichen Pflanzen in verschiedensten Varianten finden lassen, kann man im Keller die chinesische Art der Haustierhaltung kennenlernen. Doch auch hier gilt: eher was für starkte Nerven! Selbst wenn nur Kleintiere wie Mäuse und Kaninchen oder Fische zu verkaufen sind, so entsprechen die Bedingungen bestimmt nicht deutschen Tierschutzbestimmungen. Dennoch ist ein Besuch durchaus interessant.
Die Gelegenheit einmal durch dieses Gässchen zu schlendern, sollte sich kein Besucher Hangzhous entgehen lassen. Es ist eine der wenigen Gegenden der Stadt, in der man die moderne Skyline Hangzhous hinter sich und die alte Hauptstadt der Song Dynastie vor dem inneren Auge entstehen lassen kann. Sobald man die quirlige kleine Strasse mit ihren im Stil der Song erbauten Häuschen betreten hat, wird man hineingezogen in einen pulsierenden Strudel von kleinen Läden, Kunsthandwerkern, verschiedensten Imbissangeboten und vielem mehr.