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Kaiserpalast, Verbotene Stadt


Die Verbotene Stadt, welche von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde, ist fast 600 Jahre alt. Von hier aus herrschten die Kaiser der Ming und Qing Dynastie über das "Reich der Mitte".
 
Im Jahre 1406 verlegte der dritte Kaiser der Ming-Dynastie, Yongle, die Hauptstadt von Nanjing nach Peking und begann gleichzeitig mit der Planung des prächtigsten Palastes, den das Reich je gesehen hatte. Zehn Jahre dauerte die Beschaffung der Baumaterialien, vor allem die des Holzes, welches meist das duftende und sehr harte nanmu Holz aus dem Süden Chinas war und über Flüsse und extra gegrabene Kanäle nach Norden geflößt wurde. Die riesigen Bruchsteinplatten hingegen wurden im Winter über speziell erstellte Eisbahnen aus den Bergen herangeschafft und dann in Handarbeit mit Reliefs versehen. Das Brennen von hunderttausenden von Dachziegeln in der Gegend der heutigen Liulichang war dagegen ein Kinderspiel.

Die wichtigsten Gebäude liegen auf der zentralen Nord-Süd-Achse, die sich durch die gesamte Hauptstadt zieht. Vorne, im Süden, hinter riesigen Toren und einem weiträumigen Platz, der den einzelnen Menschen zu einem winzigen Wesen degradiert, ragen die massigen Empfangshallen auf, in denen der Kaiser, verborgen hinter einem Schleier aus Sandelholzrauch, auf dem vergleichsweise einfachen Thron saß. Alle anderen mußten stehen. Dahinter lagen die Wohnquartiere für den Herrscher und seine unmittelbare Familie, die allerdings später zu weiteren Empfangs- und Arbeitsräumen umgestaltet wurden. Zwischen diesen und dem Nordtor befindet sich noch der kaiserliche Garten.

Seitlich dieser Achse liegen im vorderen, offiziellen Bereich Archive und Arbeitsräume für Minister und Beamte (bis heute nicht zugänglich). Im hinteren, privaten Bereich befinden sich die Wohnpaläste der anderen Mitglieder des Hofes, später auch der Kaiser und Kaiserinnen. Ein typischer Wohnpalast bestand aus zwei Höfen, umgeben von einer Mauer, zugänglich durch ein Tor im Süden, hinter dem eine Geisterwand den direkten Blick in den Hof verwehrte. Im ersten Innenhof lag meist ein Brunnen, umgeben von einigen Bäumen, sowie quer zum Eingang das Empfangsgebäude des Bewohners, in der Regel ein großes Zimmer mit einigen kleinen Nebenräumen. Dahinter reihte sich parallel das Schlafgebäude. Eine Küche gab es nicht, denn alle Bewohner wurden von der zentralen Palastküche versorgt, ein Speisezimmer auch nicht, denn man nahm die Mahlzeiten dort, wo man sich gerade aufhielt. Auch "der Ort, zu dem selbst der Kaiser zu Fuß geht" war nicht fest installiert, sondern der Kaiser verschwand nur hinter einem Wandschirm und nahm auf einem Holzeimer Platz – aber selbstverständlich auf einem mit gelber Seide ausgeschlagenen Sitz.
 
In der nordöstlichen Ecke des Palastes ließ sich der Qing-Kaiser Qianlong einen Altersruhesitz bauen, den Palast des Ruhevollen Alters, in den er sich nach 60 Jahren Regierungszeit zurückzog. Als einziger Kaiser trat er vorzeitig ab, man sagt aus Respekt vor seinem Großvater, dem Kangxi-Kaiser, der 61 Jahre regiert hatte. Tatsächlich wohnte er aber nicht in dem Palast, sondern erst die Kaiserinwitwe Cixi ließ ihn zu ihrem 60. Geburtstag herrichten.
 

Im Süden begrenzt die berühmte Neun-Drachen-Mauer (Jiulongbi) den Palast. Sie wurde 1771 errichtet, ist 3,50 m hoch und 29,40 m lang. Auf der Hauptfläche aus 270 glasierten Kacheln tummeln sich neun mit Flammenperlen spielende Drachen. Den Rang eines Drachen erkennt man an seinen Krallen. Nur wenn er fünf hat, ist er ein echter long und symbolisiert den Kaiser.
 
Nachttöpfe mit Holzkohlenasche

Früher gab es im Kaiserpalast keine Toiletten. Kaiser und Kaiserinnen sowie Hofdamen und Eunuchen, alle mussten Nachttöpfe benutzen, wobei die darin befindliche Holzkohlenasche sowohl die Geruchsbelästigung milderte als auch die Feuchtigkeit aufsaugte. Die Töpfe wurden regelmäßig von Eunuchen abgeholt und gesäubert.
Der Nachtstuhl der Kaiserinwitwe Cixi war aus Sandelholz geschnitzt und mit einem gelben Schoner, verziert mit Wolken- und Drachenmuster, bedeckt. Er stand im allgemeinen nicht im Wohngemach, sondern wurde von den Hofdamen bei Bedarf ins Zimmer gebracht. Anstatt Holzkohlenasche zog Cixi für ihren Nachttopf duftende Sandelholzspäne vor.
Wenn die Kaiserinwitwe auf die Toilette musste, trug ein Eunuch den Nachtstuhl auf dem Kopf bis vor die Tür des Wohngemachs. Er entfernte den Schoner, und eine Hofdame trug den Stuhl in den Raum, legte ein Tuch auf den Boden und setzte den Topf darauf. Das alles klingt sehr kompliziert, doch die Eunuchen und Hofdamen waren in solchen Sachen bestens trainiert. Das Toilettenpapier, das aus bestem Seidenpapier bestand, wurde übrigens vorher stets gebügelt. Schließlich brachte die Hofdame den Nachtstuhl wieder aus dem Zimmer, worauf ihn der Eunuch wieder in den Schoner einwickelte und auf dem Kopf tragend abtransportierte.
 
 

Wie die Kaiserinnen badeten

Im Kaiserpalast wurden ovale hölzerne Badewannen verwendet, und beim Baden wurden die Kaiser von Eunuchen und die Kaiserinnen von Hofdamen bedient. Wenn die Kaiserinwitwe Cixi ein Bad nahm, wurden dafür zwei mit Silber verzierte Wannen gebraucht, eine für den Oberkörper und die andere für den Unterkörper. Zunächst füllten Eunuchen die Badewannen mit Wasser und bereiteten zwei Tabletts mit Badetüchern, Seifen und Parfüms vor; dann traten sie aus dem Zimmer, worauf vier Hofdamen eintraten.

Auf einem Tablett lagen über hundert Badetücher in vier Stapeln. Kaiserinwitwe Cixi saß auf einem niedrigen Stuhl und ließ sich zuerst den Oberkörper abreiben. Eine Hofdame war damit beschäftigt, laufend Tücher ins warme Wasser zu stecken, auszuwringen und den anderen Damen zu reichen, die damit alle Teile des Oberkörpers abrieben. Bei diesem Prozeß wurden die Badetücher sechs- bis siebenmal gewechselt. Anschließend begann die eigentliche Prozedur des Waschens, wozu nach Rosen duftende Seife verwendet wurde. Wieder hatten die vier Hofdamen alle Hände voll zu tun, ebenso beim folgenden Trockenreiben des Körpers und schließlich beim Parfümieren mittels Seidenwatte. Allein für die Waschung des Oberkörpers der Kaiserinwitwe wurden 60 Badetücher gebraucht. Die übrigen dienten zur Trocknung.
 
Wie und Wem wird man zum Kaiser krönen?
Die Verbotene Stadt wurde von zwei Herrscher-Gruppe bewohnt, die Kaiser der Ming-Dynastie und die der Qing-Dynastie. Nach den Gesetze der Ming-Dynastie wurde stets der älteste Sohn vom Kaiser zum nächsten Kaiser gekrönt, aber in der Qing-Dynastie war es anders. Der Kaiser wird den Name seines Nachfolgers aufschreiben und hinter ein Schild in die Haupthalle legen. Nach dem Tod des Kaisers erfährt man von seiner Entscheidung.
 
 Das "Geheimnis" liegt hinter den Schild an der Decke
 
 
Heute sind die Palasthallen zum Museum umgebaut, in dem die Schätze des Palasts und der Kaiser gezeigt werden. Das heißt, ein winziger Ausschnitt davon, denn Kleidung, Möbel, Einrichtungs- und Dekorationsgegenstände, Kunstwerke, religiöse Objekte und Geschenke aus aller Welt gab es in einer unvorstellbaren Vielfalt und Kostbarkeit, dass unmöglich alles gezeigt werden könnte. Einen Teil nahm übrigens auch die Guomindang in den 30er Jahren auf der Flucht vor den Japanern mit in den Süden und schließlich nach Taiwan, so daß es auch in der dortigen Hauptstadt Taipeh ein Palastmuseum mit Objekten ungeheurer Pracht gibt.

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