
Guten Tag Frau Zou, Ja wir sind leider wieder zurück. Besonders Chengdu hat uns sehr gut gefallen, was besonders an der wirklich tollen Reiseleiterin lag, die man nur weiterempfehlen kann. Die Mauer bei Jinshanling war ebenfalls sehr sehr schön. In Xian hatten wir, was das angeh ... >>Mehr
Wer sich ein Hofhaus dort nicht leisten kann, kann wenigstens die lauen Sommernächte am See verbringen. Das Wasser wurde nämlich gereinigt, die Uferwege wieder befestigt, und sofort öffnete eine schon unübersichtliche Menge an Restaurants, Kneipen, Bars und Diskotheken. Am West- und Nordufer des Qianhai (des südlichsten der Hinteren Seen) locken die Etablissements mit ausladenden Sofas und bequemen Sesseln die Kundschaft an. Wenn man dort entlang bummelt, gelangt man zur Silberbarrenbrücke (Yingdingqiao), die heute wegen des Verkehrs kaum noch auffällt und seit sie 1984 neu errichtet wurde auch nicht mehr so ansprechend ist. Ihre Geschichte reicht jedoch bis ins 18. Jahrhundert, denn von hier hatte man einen berühmten „klassischen Ausblick“: Bei Sonnenuntergang musste man von der Brücke nach Westen schauen, dann erschien das Wasser als silberner Fluss und die Abendwolken zogen über die Westberge. Dieser Blick heißt „Von der Silberbarrenbrücke aus den Berge betrachten“ und wird in klassischen Gedichten vielfach beschrieben und in Gemälden dargestellt.
Heute ist der Blick auf die Berge natürlich längst durch Häuser verstellt und Muße zum Genießen des Abendrots hat man auch nicht mehr. Denn auch hier gibt es zahllose Restaurants und Kneipen, aus denen mehr oder weniger interessante Musik dröhnt.
Wenn man hinter der Brücke nach links abbiegt, also am Nordufer des Sees entlanggeht, erreicht man das Song-Qingling-Museum mit dem Wohnhaus der ehemaligen Vizepräsidentin und Ehefrau des Republikgründers Sun Yatsen.
Im Gassengewirr südlich des Sees liegt das Anwesen des Prinzen Gong (Gongwangfu). Prinz Gong (1833-98), ein Bruder des Xiangfeng-Kaisers, war Mitte des 19. Jh. ein einflussreicher Außenpolitiker, der sich immer wieder mit den Kolonialmächten herumzuschlagen hatte und mit ihnen einige Verträge aushandelte. Seine Residenz liegt in einem großen, teilweise wie ein Park gestalteten Garten. Lange, gezackte Wege verbinden die einzelnen Gebäude miteinander. Der Prinz war ein besonderer Liebhaber der Peking-Oper, so dass er sich ein eigenes Theater in seinen Garten setzen ließ. Dieses ist inzwischen renoviert und steht an manchen Abenden mit Vorführungen der Öffentlichkeit zu Verfügung.
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