Kaiping Diaolou-Türme
Kaiping Diaolou-Türme und Dörfer befinden sich in Kaiping in der Provinz Guangdong, ca. 130 km von der Stadt Guangzhou entfernt. Seit 2007 stehen sie auf der Liste der Weltkulturerbe der UNESCO.
Diaolou-Türme sind die Bauten mit einer besonderen Art in chinesischen Dörfern. Die Gebäude sind meist mehrstöckige Wohntürme im chinesischen sowie westlichen Stil. Diese Art von Gebäude kann vor allem vor den Banditen schützen.
Sie kann auf das 16. Jahrhundert am Ende der Ming-Dynasite zurückblicken. Da sich diese Gegend zwischen vier Kreisen befindet und nicht gut von der Regierung verwaltet wurden, kamen die Banditen oft um zu rauben. Zudem wurde das Gebiet vom Hochwasser betroffen. Daher bauten die Einheimischen die Türme. Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts kamen viele Auslandschinesen zurück in ihre Heimat und bauten die Wohntürme aus.
Die Wohntürme können in drei Typen unterteilt werden.
1. Gemeisame Türme: Die Türme sind von mehreren Familien oder Bewohnern eines ganzen Dorfs erbaut. Jede Familie hatte ein Zimmer und wohnte dort nur zu der Zeit der Flut oder als die Banditen kamen.Die Türme sind einfach dekoriert und meist verschloßen. Heute gibt es 473 Türme dieser Art.
2. Wohntürme: Die Wohntürme sind von reichen Familien gebaut. Sie verfügen über größere Räume und komplette Einrichtungen. Meist sind sie fein dekoriert. Heute gibt es 1149 solche Türme.
3. Wachtürme: Die Wachtürme sind vor allem am Eingang der Dörfer oder am Fluss, auf dem Hügel gelegen. Daher haben sie guten Ausblick in die Ferne. Und sie sind mit Sirenen und Scheinwerfern ausgestattet. In diesen Wachtürmen konnte man Alarm geben, als die Banditen kamen. Bis heute sind noch 221 Wachtürme erhalten.