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Konfuziustempel


Konfuzianische Tempel ist eine Gattung von altchinesischen Bauten, welche mit Zielen, Ehre zu dem alten Philosophen Konfuzius zu geben und seine Lehre im Gedächtnis zu behalten, seit hundert Jahren überall in China aufgetaucht hatte. Deswegen kann man heute fast in jeder Stadt einen solchen Tempel finden. Nach der Untersuchung von Geschichten, den ersten Konfuzianischen Tempel ließ früher der Mongole Kublai Khan errichten. Doch wo dieser Bau genau stand, weiß man heutzutage schon nicht.

Pekings Konfuzianischer Tempel entstand im Jahr 1306, danach wurde er häufig aus- und umgebaut. Schon Früher standen an der Straße Guozijianjie, an der der Tempel liegt,  zwei Stelen die Reiter aufforderten, vom Pferd zu steigen, denn dem Tempel durfte man sich nur zu Fuß nähern. Ein Ehrentor verkündete den Namen des Wegs: Straße der vollkommenden Tugend. Der Tempel liegt nach hundert Metern rechts quer zur Straße nach der Nord-Süd-Achse ausgerichtet; den Eingang bewacht links eine Geistermauer. Schon im Hof sind die Folgen des Konfuzianismus zu sehen: 198 riesige Steinstelen wurden hier seit Anfang des 14. Jh. aufgestellt, um die Namen der erfolgreichen Kandidaten des höchsten Beamtenexamens, das in der Hauptstadt abzulegen war, aufzunehmen. 51.624 Namen wurden seit der Yuan-Dynastie verzeichnet, die sind jedoch nicht mehr alle zu entziffern, da einige Stelen in der Ming-Dynastie abgeschliffen und neu beschriftet wurden. Von oben nach unten stehen dort der Rang der Prüfung, der Name des Kandidaten und seine Heimatprovinz.
 

Durch das Tor der Vollkommenheit gelangt man in einen geräumigen Innenhof, der wiederum von Stelen dominiert wird, die diesmal aber noch mächtiger sind und in großen Pavillons stehen. Hier wurden in langen Texten die militärischen Expeditionen der Ming- und Qing-Dynastie festgehalten. Dann geht es vorbei an einem kleinen Brunnen zur Haupthalle, die auf einer mächtigen Plattform steht. An der Treppe wächst eine listige Zypresse, von der berichtet wird, daß sie in der Ming-Dynastie einem vorbeigehenden untreuen Beamten durch einen abfallenden Ast den Hut vom Kopf geschlagen hat.
 

In der gewaltigen Halle der Vollkommenheit fanden die Zeremonien zur Verehrung des Konfuzius statt, in der Ming-Dynastie vor einer Statue, später vor einem Portrait, das deutsche Soldaten 1900 gestohlen haben sollen. Heute wird dabei auf alten Instrumenten Musik gespielt.
 

In einer Seitenhalle stehen noch einmal die Stelen im Vordergrund. 189 große Steinblöcke halten dort wesentliche Teile der konfuzianischen Klassiker fest. Sie wurden dann mit dünnem Reispapier bespannt, auf das vorsichtig Farbe aufgeklopft wurde. Die glatte Fläche wurde so schwarz, während die eingemeißelten Schriftzeichen weiß blieben. Sorgfältig gefaltet konnte man diese Steinabreibungen lesen wie ein Buch, doch das Original blieb immer feuersicher erhalten.
 

Öffnungszeit: tgl. 8.30 - 17 Uhr
 

Anreise: U-Bahn, Station Yonghegong
 

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