Der Sommerpalast liegt im Westen der Stadt, 15 km vom Stadtzentrum entfernt und zählt ebenfalls zu den Wahrzeichen der Stadt.
Geschichte
Der Ming Kaiser Qianlong ließ den Tempel in den 1750er Jahren als Geburtstagsgeschenk für seine Mutter errichten. Die Anlage entwickelte sich zum bevorzugten Sommersitz der kaiserlichen Familie um der heißen Stadt zu entfliehen. 1860 wurde der Palast im Rahmen des 2. Opiumkriegst durch Engländer und Franzosen zerstört. Es sind allerdings glücklicherweise noch Bilder dieser Anlage erhalten.
Nur 5 Jahre später beschloss die Kaiserinwitwe Cixi den Palast wieder aufzubauen. Hierbei flossen Gelder, die eigenltich zur Landesverteidigung eingeplant waren in die Bauarbeiten. Zu dieser Zeit entstand auch das eindrucksvolle Marmorboot.
1900 wurde der Sommerpalast abermals Opfer einer Vergeltungsaktion, diesmal im Rahmen des Boxeraufstands. Doch auch damals wurde er wieder aufgebaut.
Mit dem Zusammenbruch des Kaiserreichs wurde auch der Sommerpalast geschlossen und erst 1924 wieder geöffnet und Besuchern zugänglich gemacht. 1998 wurde der Sommerpalast zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt.
Anlage
Der Sommerpalast weißt viele Merkmale eines traditionell chinesischen Gartens auf und gehört als solcher zu den bekanntesten Anlagen der Welt. Zweidrittel der 2,9 km² großen Fläche sind vom Wasser des künslich angelegten Kunming Sees bedeckt.
Die Anlage umfasst zahlreiche interessante Gebäude und Bauten. Dazu zählen die Halle der Jadewellen, ebenso wie die Halle der Freude und Langlebigkeit, das Mamorboot und der 728 m lange Wandelgang am Ufer des Sees.
Für alle die noch Zeit haben, lohnt sich von hieraus ein Abstecher zu den Ruinen des Alten Sommerpalastes, die sich ganz in der Nähe befinden.