Tempels von Konfuzius

Konfuzianismus hat die beständigsten und tiefgreifendsten Auswirkungen auf die chinesische Kultur. Im Laufe der Zeit wurde Konfuzius als Weiser respektiert und die Tempel für Konfuzius wurden als Wahrzeichen für China gebaut. Unter ihnen ist der Tempel in Qufu, die Geburtsstadt von Konfuzius, am bekanntesten und größten.
Er befindet sich am südlichen Tor von Qufu in Shandong und besteht aus einer Gruppe von großen Gebäuden im orientalischen Stil. Zusammen mit dem Sommerpalast in Peking und dem von Chengde ist der Tempel des Konfuzius in Qufu einer der drei größten antiken architektonischen Komplexe in China.
Der Tempel bestand im Jahr 478 v. Chr. aus drei Häusern, dem zweiten Jahr nach Konfuzius Tod. Der Kaiser selbst oder von Kaisern ernannte hohen Beamten brachten dem Weisen Opfer dar. In der Qing Dynastie (1644-1911) hatte der Kaiser Qianlong hier acht Mal Opfer angeboten. Das Tor zum Tempel wurde Lingxing Tor genannt. Lingxing war der legendäre Stern des Lesens und Schreibens und Kaiser boten erst Lingxing Opfer, danach erst brachten sie dem Himmel Opfer. Dies gibt uns eine Vorstellung von der Bedeutung des Tempels von Konfuzius in der Geschichte.
Der bestehende Tempel von Konfuzius wurde während der Ming (1368 - 1644) und Qing Dynastie (1644 - 1911) umgebaut und renoviert. Er immitiert einen königlichen Palast und ist in neun Höfe eingeteilt. Das wichtigste Gebäude ist entlang einer Nord-Süd-Achse und steht mit den beigefügten Gebäuden in symmetrischer Linie. Die gesamte Gruppe umfasst drei Hallen, ein Pavillon, einen Altar und drei uralte Tempel. Insgesamt gibt es 466 Zimmer und 54 Tore mit einer Fläche von 218.000 Quadratmetern. Die gelben Fliesen und roten Wände sind mit zarten Verzierungen bedeckt, und das macht den Tempel extrem prunkvoll.
Die Gebäude sind in drei Teile gegliedert. Der zentrale Teil ist für das Anbieten von Opfern an Konfuzius und anderen Gelehrten und Weisen, während der östliche Teil für die Opfer an die Vorfahren des Konfuziuses ist. Der Westen ist für seine Eltern.
Allerdings gewinnt der Tempel seinen Ruhm nicht nur wegen seiner Größe, sondern auch für die hier gefunden reichen kulturellen Relikte. Die 2.100 Stücke von Stelen aus verschiedenen Dynastien machen eine feine Ausstellung von Skulpturen aus Stein und Kalligraphie.