Shanghai ist zurecht als Chinas Wirtschaftsmetropole bekannt. Obwohl die Stadt für chinesische Verhältnisse noch relativ jung ist, entwickelt sie sich rasendschnell und fasziniert Chinesen wie auch Ausländer gleichermaßen. Momentan ist sie das Zuhause von 19 Millionen Menschen.
Wer Shanghai besucht erlebt eine Wirtschaftsmetropole mit unzähligen Einkaufszentren, Wolkenkratzern, einem der modernsten Geschäftsviertel der Welt, daneben hat man aber auch Gelegenheit im Shanghai Museum oder dem Yu Garten einen Eindruck vom alten China zu bekommen. Also eine perfekte Mischung aus Tradition und Moderne!Erwähnt werden sollte hier auch die Expo 2010. Die 41. Weltausstellung wird in Shanhai stattfinden und die Stadt tut alles um sich perfekt darauf vorzubereiten. Es werden bis zu 70 Millionen Expo Besucher erwartet und zahlreiche Länder haben ihre Teilnahme bereits zugesagt.
Geschichte
Erste Siedlungsspuren in der Region des Jangtze Deltas, wo heute Shanghai liegt, datiert man auf 4000 v. Chr. zurück, doch als Dorf namentlich erwähnt wurde es erst um 900 n. Chr. Mit der wachsenden chinesischen Seemacht zu Beginn der Ming Dynastie (1368-1644) nahm auch Shanghais Bedeutung als Hafenstadt zu. Mit der Einschränkung des Seehandels durch die folgenden Kaiser, wurde der Shanghaier Hafen jedoch wieder weniger wichtig, dennoch behielt es eine gewisse Bedeutung.
Im Rahmen des Nanjinger Vertrags, nach den durch China verlorenen Opiumkriegen im 19. Jahrhundert, erklärte sich China bereit, den Shanghaier Hafen zum Handel mit dem Ausland zu öffnen. Britische und Französische Kaufleute und Missionare strömten in die Stadt. Während die Briten ihre Konzesssion am Bund errichteten, siedelten die Franzosen etwas weiter südwestlich, wo 200 Jahre zuvor ein französischer Missionar eine Kathedrale hatte errichten lassen. Kurz darauf folgten Amerikaner und Japaner und so entwickelte sich die britische Konzession zum internationalem Settlement, wo bald zahlreiche Nationen vertreten waren. So entwickelte sich die Stadt weiter und wurde um die Jahrhundertwende zum wichtigsten Handels - und Industriezentrum Chinas und darüber hinaus zu einer wahren Weltstadt.
In den 20er Jahren wurde hier die Kommunistische Partei gegründet und 1927 eroberte die Nationalarmee Kuomintang unter der Führung von Chiang Kai-shek und mit Unterstützung der Kommunisten die Stadt. 1937 gelang es den Japanern Shanghai einzunehmen. Sie sollten bis zum Ende des 2 Weltkriegs die Stadt beherrschen.
1949 gelang es den Kommunisten unter Mao Tse-dong die Kuomintang aus der Stadt zu vertreiben. Sie gewannen also die Kontrolle über Chinas wichtigstes Handelszentrum und schon bald darauf über ganz China. Doch die Kuomintang ließ eine bankrotte Stadt zurück, denn sie führten die Goldreserven der Bank of China mitsich. Von nun an wurde in Shanghai jegliches westliches Denken unterdrückt, weshalb viele Ausländer nach Hongkong flohen. Dennoch blieb Shanghai das Zentrum alles radikalen Denkens. Von hier aus wurde die Kulturrevolution Mao Tsedongs initialisiert und auch die berüchtigte Viererbande nahm hier ihren Ursprung.
Bis in die 1980er Jahre überbeanspruchte die chinesische Regierung die wirtschaflichen Ressourcen Shanghais und provozierte damit eine Verarmung der Stadt. Dann fiel die Entscheidung Shanghai ein weiteres Mal zur wirtschaflichen Blühte zu führen und damit als Vorbild für andere chinesische Städte zu nutzten. 1990 wurde die Wirtschaftszone Pudong gebildet und seitdem ist der wirtschafliche Aufschwung nicht mehr zu stoppen und seine Geschwindigkeit kaum noch einschätzbar.
Klima – Reisezeit
In Shanghai herrscht subtropisches maritimes Monsumklima. Das bedeutet unangenehm feucht-kalte Winter und heiße, schwüle Sommer. Als günstigste Reisezeiten bieten sich daher April bis Juni und Mitte September bis November. Von einer Reise im Juli oder August ist hingegen abzuraten, da die Temperatur in dieser Zeit bis zu 40 Grad Celsius betragen kann und häufig eine Luftfeuchtigkeit von 100% herrscht. Außerdem wird die Stadt zu dieser Zeit häufig von Taifunen heimgesucht.